Blog

Startseite/Allgemein/Christian Heinz im Kreisblatt-Interview

Christian Heinz im Kreisblatt-Interview

  • veröffentlicht am 3. Sep 2010

Roland Kochs Abschied aus Wiesbaden ist der Neuanfang für einen Eppsteiner: Christian Heinz, CDU-Vorsitzender der Burgstadt, ist seit gestern Mitglied des Hessischen Landtags. Der 34-Jährige hat Kochs Mandat im Wahlkreis Main-Taunus Ost geerbt. Zuvor war der Jurist Leiter des Referats Parlaments- und Kabinettsangelegenheiten, Innenministerkonferenz und EU-Koordination im Hessischen Innenministerium. HK-Redakteur Frank Weiner befragte ihn direkt nach dem Neustart.

Höchster Kreisblatt: Heute schon mit Ministerpräsident Volker Bouffier geplaudert?

Christian Heinz: Nein, der Tag war vollgepackt mit Terminen. Volker Bouffier dürfte noch weniger Zeit gehabt haben. Spätestens in der Fraktionssitzung am Dienstag werde ich ihn aber treffen.

HK: Wie war denn der erste Tag als Landtagsabgeordneter?

Heinz: Als ich heute früh im Innenministerium, meinem bisherigen Arbeitgeber, den Dienstausweis zurückgegeben habe, waren Wehmut und Vorfreude eng beieinander. Im Landtag war dann viel zu tun: Ich habe zwei Fraktionskollegen in ihren Ausschüssen vertreten und begonnen, mein neues Büro einzurichten. Internet und Telefon funktionieren jedenfalls schon!

HK: Ist schon klar, welche Aufgaben Sie in der CDU-Fraktion übernehmen?

Heinz: Das entscheidet sich vermutlich in der kommenden Woche. Ich könnte mir aber gut vorstellen, in der Rechts- und Innenpolitik tätig zu werden. Für einen Juristen bieten sich diese Felder ja an. Die letzten viereinhalb Jahre habe ich im Innenministerium gearbeitet, so dass mir viele Themen aus diesem Bereich auch nach dem Seitenwechsel vertraut sind.

HK: Welche Auswirkungen hat der neue Job auf Ihre politischen Ämter in Eppstein?

Heinz: Keine. CDU-Vorsitzender und Stadtverordneter werde ich bleiben. Beide Aufgaben machen mir viel Freude. Die enge Verzahnung von Kommunal- und Landespolitik ist wichtig für beide Seiten. Und aufgrund der Nähe meines Wahlkreises zu Wiesbaden kann ich jeden Abend zu Hause sein. Diesen Vorteil haben meine nordhessischen Kollegen nicht.

HK: Was ändert sich im Privatleben für Christian Heinz?

Heinz: Die Termine werden mehr – vor allem am Abend und am Wochenende. Das merke ich schon jetzt. Politik als Beruf erfordert einen hohen Einsatz an Zeit und endet nicht am Freitag um 17 Uhr. Auch künftig möchte ich mir aber Zeit für meine Frau, meine Familie und Freunde nehmen.