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Heinz: „Auch in kleineren Ortsteilen darf die Datenautobahn keine virtuelle Zone-30 sein.“

  • veröffentlicht am 7. Mrz 2011

Landtagsabgeordneter Christian Heinz setzt sich auf der CeBIT für schnellere Internetversorgung im Main-Taunus-Kreis ein

Der CDU-Abgeordnete Christian Heinz hat vergangenen Freitag die CeBIT in Hannover besucht, um sich über den Fortschritt der Breitbandinternetversorgung im Main-Taunus-Kreis zu informieren.

Bei Gesprächen mit der Deutschen Telekom und Vodafone hob Heinz die besonders kuriose Situation im Main-Taunus-Kreis hervor, denn obwohl der Main-Taunus-Kreis der flächenmäßig kleinste Landkreis Deutschlands ist, sei die Internetversorgung höchst ungleichmäßig.

Heinz: „In Innenstädten bekommen Sie hier teilweise Internet mit bis zu 128 Megabit pro Sekunde (MBit/s), während in manchen Ortsteilen noch nicht mal 1 MBit/s zur Verfügung steht.“ Eine solche digitale Teilung könne nicht auf Dauer akzeptiert werden. „Eine gleichmäßige Grundversorgung sicherzustellen muss möglich sein, denn wir reden hier schließlich nicht über die Versorgung der Mecklenburgischen Seenplatte“, so der CDU-Politiker. Im Main-Taunus-Kreis gelte es oft nur wenige Kilometer zu überbrücken, um die Internetversorgung maßgeblich zu verbessern.

Wenn auch Telekom und Vodafone zunächst schlechter versorgte Gebiete Deutschlands mit neuen Technologien wie dem UMTS-Nachfolger LTE (Long Term Evolution) erschließen wollten, verwiesen beide Unternehmen auf das schon fast flächendeckend im Main-Taunus-Kreis bestehenden UMTS-Netz mit HSPA-Technik, das oft schnellere Datenübertragungen als viele ADSL-Anschlüsse ermögliche.

Heinz sieht hier jedoch ein Problem in dem bei Mobilfunkangeboten oft zu geringen monatlichen Datenvolumina: „Beim Mobilfunk wird i.d.R. nach 5 Gigabyte Datenübertragung im Monat die Geschwindigkeit massiv gedrosselt. Sie laden z.B. bei einer Onlinevideothek zwei Filme herunter und schon surfen Sie für den Rest des Monats im Schneckentempo.“ Hier müssten sich die Unternehmen noch bewegen, denn das stehe in Widerspruch zum Techniktrend sowie dem Motto der diesjährigen CeBIT, dem Cloud Computing.

Cloud Computing – das Verlagern von Computerfunktionen, vernetztes Rechnen und Übertragen von Daten weg vom heimischen Computer hin in Datenzentren – war dann auch Thema einer Führung über den Stand von Microsoft. Der Softwarekonzern demonstrierte Zukunftsvisionen und Einsatzszenarien. „Besonders beindruckt hat mich ein Elektroauto, bei dem über ein Handy – auch aus der Entfernung – der aktuelle Ladestand und die mögliche Reichweite des Fahrzeugs angezeigt werden konnten. Die Marktchancen solcher umweltfreundlicher Technologie erhöht das massiv“, so Heinz abschließend.